Die Sommer werden unerträglicher. Was nützt da der Garten, wenn man ihn wegen Hitze und praller Sonne nicht nutzen kann?
Genau diese Feststellung brachte uns dazu, diesen Herbst etwas für mehr Schatten in unserem Garten zu tun. Bei unserem festen Lehmboden**, nicht die einfachste Aufgabe. Über mehrere Wochen buddelte Lukas mit tatkräftiger Unterstützung von Linus und dem Bohrhammer*** zwei große Löcher.
Zwei Bäume hatten wir für das Projekt nämlich schon ausgesucht und bestellt – Kugelbäume, um genau zu sein: sie werden nicht so groß, denn während die Sonne im Garten gern etwas gedämpft werden darf, ist sie auf dem Dach (Photovoltaik, irgendwann auch mal mehr) dringend willkommen.
Ausgesucht hatten wir einen Kugelahorn und eine Kugelsumpfeiche. Um den beiden ihre Ankunft so leicht wie möglich zu machen und ihren Wachstum zu fördern, gab es für sie XXL Pflanzlöcher (92cm tief), dazu ein dutzend Drainagebohrungen (40mm, bis teils in eine Tiefe von 150cm) pro Loch, frische Pflanzerde sowie ganz viel Schweiß und Liebe.
Am 22. Oktober standen unsere bestellten Bäume dann einfach in der Einfahrt und die Pflanzaktion konnte starten.
Ein paar Stunden zum Einbruch der Dunkelheit hatten beide Bäume ihren neuen Platz in unserem Garten gefunden.
* irgendwann dann hoffentlich
** (Grüße an den Bodengutachter, der unseren Nachbarn bescheinigte, dass man auf diesem Boden unverdichtet eine Autobahn bauen könnte)
Anfangs war es ein Wunsch: ein Keller. Dann stolperten wir über Erdkeller – fix und fertig als Modul zum Verbuddeln – und das Träumen fing an. Auch eine Zisterne wäre schön. Doch wie sollten wir den steinharten Boden bezwingen?
Irgendwann wurden aus Wunsch und Traum konkrete Überlegungen und als Ben sagte – er baggert – war kein Grund mehr zu Zögern.
Mit der Bestellung der Zisterne wurde es dann spätestens richtig ernst und am 05. Oktober stieg die große Aktion.
Die Zisterne ist daDer Sand ist daDer Keller ist da
Die Vorbereitungen waren nicht zu unterschätzen. Wasserspeicher leeren, die Ecke neben dem Schuppen beräumen, Pflaster aufnehmen, Container bestellen, Beerenbeet beräumen, sieben Tonnen (gelieferten) Sand in den Garten umlagern … Zum Glück kam alles pünktlich und wurde auch – entgegen anderslautender Ankündigungen – problemlos abgeladen.
Und als Ben mit dem Bagger am Freitag anrückte, ging es in die vollen. Den ersten Container machten wir noch am gleichen Tag voll. Den ganzen Samstag türmten wir also am eigentlichen Standort des Trampolins einen großen Lehmberg auf. Dank vieler helfender Hände kamen wir am Samstag gut voran und am Nachmittag schwebte erst die Zisterne und dann der Keller in das vorbereitete Loch. Die Zisterne saß sofort perfekt, der Keller drehte noch ein paar Extra-Runden, bevor auch der schön gerade in der Grube stand.
Als wir nach ein paar Wochen mit insgesamt vier Containern rund 21t Lehm und Steine weggefahren hatten, war auch der aufgeschüttete Berg wieder verschwunden. Neben dem Schauffeln gab es auch zahlreiche andere Nacharbeiten, wie das Dämmen des Kellers, das Anschließen der Zisterne und das Verfüllen des Lochs. Ende Oktober war dann auch vorfristiges Ende des Projekts, denn die Knochen, oder besser gesagt die Sehnen wollten nicht mehr. Mit ordentlichen Sehnenscheiden- und Schleimbeutelnentzündungen musste Lukas die Gartenarbeit für dieses Jahr an den Nagel hängen. Und die oberflächliche Vollendung des Projekts wartet auf den Frühlung.
Den Keller – es ist übrigens ein NaturalFridge – genießen wir sehr. Endlich ein kühler Raum für Lebensmittel! Und unsere Pflanzen im Garten freuen sich nächstes Jahr sicher über 3m³ mehr Regenwasserspeicher in der Zisterne.
Endlich ist es soweit. Fast fünf Jahre nach dem Einzug ins Haus (09. März 2019) und gut eineinhalb Jahre nach dem Entfernen der Sinnlos-Wand ist unser Flur (fast gänzlich) fertig. Letzte und diese Woche Freitag baute unser Treppenbauer den Schrank unter der Treppe ein.
In den Tagen dazwischen musste wir noch im Eiltempo etwas Rauhfaser-Tapete verschwinden lassen. Diese hatten wir in der Erwartung „kommt eh ein Schrank davor“ drangelassen. Ein Jahr und viele Überlegungen zum Schrank später stellten wir aber dann in letzter Sekunde fest, dass der Schrank nun doch nicht so viel verdecken würde. Zum Glück war es keine große Fläche. Auch nutzten wir die Gelegenheit, noch Strom in die Ecke zu legen.
Nun finden in zwei Schuhschrank-Auszügen (die geschwungenen Fronten) ca. 24 Paar Schuhe Platz. Im Schrank mit einer stattlichen Tiefe von knapp einem Meter verschwinden nun Fahrrad-Satteltaschen, Rucksäcke, Sporttaschen und weiteres aus dem Sichtfeld. Im kleinen Regal (rechts neben dem Schrank) liegen bald sicher praktische Dinge griffbereit.
Auch die eigentlich tote Ecke ist weiterhin für z.B. saisonale Schuhe und Jacken nutzbar, da sich der große Schuhschrankauszug komplett herausfahren lässt und die Ecke dahinter so bekriechbar wird.
Nun fehlen nur noch ein paar Schranktürgriffe und bei Gelegenheit besseres Licht. Wir sind aber schon jetzt sehr zufrieden und glücklich.
Anfang November hatte Lukas Bau-Urlaub – der Flur sollte endlich fertig werden. Dies gelang auch weitgehend, wenn auch mit gewissen Schwierigkeiten. Denn wie es eigentlich schon fast Pflicht ist, reichte die extra im Baumarkt angemischte Farbe nicht. Nicht weiter schlimm, dachten wir uns – kann man sich ja erneut anmischen lassen. Weit gefehlt, denn als die Ersatzfarbe dann zum Einsatz kam, war die Überraschung groß, hatte der Farbton doch nur sehr entfernt etwas mit dem ursprünglichen Grün zu tun. Als dann im Baumarkt, beim Versuch der Problemlösung, auch noch ein dritter Farbton (fürs angeblich gleiche Mischrezept) herauskam, wurde es umso lustiger.
Tatsächlich trafen nämlich weder der ursprüngliche (1), noch der nachgemischte (2) Farbton den eigentlich bestellten Farbton D 13.3, sondern erst die Problemlösungsmischung (3). Inzwischen gefiel uns der ursprüngliche Ton aber tatsächlich besser, als der eigentlich ausgesuchte. Außerdem löste die erste erfolgreiche Mischung mein Problem quasi gar nicht, da ja schon 95 % der beabsichtigten Flächen mit dem ersten Farbton gestrichen waren.
Drei Mitarbeiter*innen und eine dreiviertel Stunde später, verließ Lukas den Markt mit einem großen Gratis-Eimer Farbe, deren Ton sehr sehr nah am ursprünglichen Farbton liegt – mit ausreichend Farbe, um alles zur Not nochmal „mit-“streichen zu können. Farbmischmasch-Maschine flop – Kundenfreundlichkeit top. Immerhin.
Farbe war jedoch nicht alles: Holzleisten führen zu einer Kassettierung, eine florale Tapete bringt einen zusätzlichen Farbtupfer in den Flur. Fehlt nur noch der Schrank unter der Treppe.
In der ersten Sommerferienwoche – die Kids waren gerade mit Oma und Opa auf dem Bauernhof unterwegs, kam der Fliesenleger und machte den Eingangsbereich fit für eine fünfköpfige Familie bei jedem Wetter. Das Laminat wich Fliesen und endlich wurden die letzten Hinweise auf die ehemals bestehende Wand getilgt.
Schon vor eineinhalb Jahren, als die Zimmer im Dachgeschoss entstanden, stand fest, dass nach der Ergänzung der Treppe zwischen OG und DG auch die untere minderwertige Treppe früher oder später ersetzt werden soll.
Nun war es soweit. Gut eine Stunde wehrte sich die alte Treppe gegen die Ersetzung. Anschließend dauert es gut vier Stunden, und die neue Treppe stand.
Im Schnelldurchlauf
Nun fehlt noch die Vollendung der Wände, an denen wir schon fleißig Tapete entfernt, gespachtelt und geschliffen haben. Auch die Böden sind noch dran, denn im EG klaffte seit Entfernung der Wand im letzten Sommer ein Loch. Dann steht noch der Schrank unter der Treppe und der Rest der Einrichtung an.
Schon lange wurmte uns die Enge im Eingangsbereich. Und schon lange stand die Idee im Raum, die Wand des „Krüppel-“Windfangs in irgendeiner Weise zu entfernen.
Nachdem die Statik sich als absolut unproblematisch herausstellte – die Wand trägt rein gar nichts – ging es nun direkt nach dem Urlaub los. Die Kinder waren bei Oma und Opa gut verstaut, sodass die Unmengen an Dreck nicht auch noch von ihnen durchs Haus getragen werden konnte.
Mit schwerem Gerät (Kettensäge, Kreissäge, Nageleisen …) ging es der Wand an den Gips und schon nach einem Nachmittag war sie Geschichte. Ein Tag später wurden die meisten Holz-Ständer entfernt und nachdem die durch den Statiker geforderte XXL-Schraube in Treppenwechsel und Deckenbalken verstaut war, konnte auch der letzte Ständer und die Fuß- sowie der Kopfbalken des Wandelements entfernt werden. Gerade der Kopfbalken hat sich dabei ziemlich gewehrt. Verschraubt mit dem tragenden Deckenbalken musste er besonders behutsam entfernt werden.
Inzwischen ist auch das im Boden entstandene Loch mit Dämmung und Estrich verfüllt. Der Platzgewinn ist phänomenal.
Nicht ganz „vor dem Advent“, aber zum dritten Advent ist das Dachgeschoss soweit fertig geworden, dass die Großen oben schlafen können. Tausend Kleinigkeit sind noch zu tun, aber sowohl Menschen als auch Dinge verteilen sich schon auf zwei weitere Räume, was schon jetzt eine echte Erleichterung ist.
Erste Winter-Erfahrungen „ohne Heizung“ sammeln wir auch. Die Entscheidung war richtig, hier nicht tausende Euro in die Hand zu nehmen um die wassergeführte Heizung ins Dachgeschoss zu legen. Die aufsteigenden Wärme aus dem Resthaus trägt viel Wärme ein. Die Dämmung ist gut und die Wärmerückgewinnung der Lüftung ist auch echt wirkungsvoll. Im Ernstfall kommt jetzt ein kleiner Heizlüfter zum Einsatz, um die Raumtemperatur schnell mal anzuheben, wenn es doch zu kalt sein sollte. Dies war bisher nur nötig, wenn die Großen auch schon vormittags daheim waren.
Gut ein Monat ist seit dem letzten Beitrag vergangen, und in der Zwischenzeit ist schon wieder viel passiert. Mitte September wurde der letzte entscheidende „Baustein“ geliefert: die Dämmung. Acht Paletten Holzfaserdämmung wurden in und vor unsere Einfahrt geliefert – natürlich kurz vor dem ersten Regen seit Tagen. In kürzester Zeit musste dann also die Dämmung wasserdicht weggelagert werden, was dank eines spontanen Urlaubsantrags und mit Unterstützung von Nachbar Sven auch gelang – Frühsport abgehakt.
Am Kindertag ging es dann mit Dämmen los. Mit tatkräftiger Unterstützung durch Florian und Jonathan verschwanden die ersten Dämmpakete zwischen den Sparren. Auch das alte Dachausstiegsfenster konnten wir – nach Zustimmung des Bezirksschornsteinfegers – an diesem Tag ausbauen. Meinen Grundkurs in Dachdecken hätte ich nach Öffnung des genagelten (?!) Firsts, Ergänzung der Unterspannbahn (Danke Rockopa!) und der fehlenden Dachlatte, sowie der Neueindeckung des Dachteils dann auch abgeschlossen.
Die nächsten eineinhalb Wochen nutzte ich für die letzten Planungen, denn am ersten Oktoberwochenende sollte dann ein langes Bauwochenende stattfinden. Fünf Tage Hau-Ruck mit meinem Vater. Während manche Details teils viel Zeit kosteten, kamen wir an anderer Stelle in rasendem Tempo vorwärts. Inzwischen ist der ehemals dunkle Dachboden noch mehr als Wohnraum erkennbar und die Vorfreude steigt weiter. Zwei Tage war auch Linus krankheitsbedingt mit auf der Baustelle – außer regelmäßige Ermahnungen wie „weg von der Leiter“, „Nein, ein Cuttermesser ist noch nichts für dich“ und „Bitte durchmisch die Schrauben nicht die ganze Zeit“ war er dabei erstaunlich pflegeleicht. Auch der Handwerker für die ersten Arbeiten an der Fassade – rund um die Giebel-Fenster – war da: Dämmung wurde geklebt und Vorbereitungen für den Einbau der Fensterbänke getroffen.
Heute sind wir ein weiteres Mal voll der Vorfreude: der Treppenbauer war da und hat uns gute Signale hinsichtlich der Anfertigungszeit gegeben. Wenn alles klappt, ist die Baustelle noch vor dem Advent vorüber, und die Großen können ihre neuen Zimmer in Beschlag nehmen.
Schon lange liefen die Planungen für den Ausbau des Dachbodens. Raumaufteilung, Statik, Fenster, Dämmung, Energie, Heizung – vieles musste geplant werden. Im späten Frühjahr hätte es dann losgehen können. Hätten wir Handwerker bekommen, oder zumindest Angebote. Bis das soweit war, war schon Sommer, und kurz vor den Ferien stand dann fest: wir können beruhigt in den Urlaub fahren, danach geht es los.
Die ganze Zeit wurmte mich noch das Thema Gerüst. Um die Fensteröffnung im Giebel zu schaffen, forderte der Chef der Handwerker ein Gerüst. Nach mehrere Angeboten von Gerüstbaufirmen, die bei ~2000€ lagen und somit der Einbau der Fenster den Fensterpreis der spezialangefertigten Fenster um ein Vielfaches überstiegen hätte, fiel die Entscheidung auf ein selbst ausgeliehenes Alu-Rollgerüst, für dessen Aufstellung ich das Dach unseres Schuppens hätte abnehmen müssen. Zum Glück! Denn, kleiner Spoiler, im Endeffekt haben die Handwerker alle Arbeiten von innen erledigt und das Gerüst kam nicht zum Einsatz.
Umso schöner ist es, wenn sonst auch alles genau wie geplant klappt. Gut eine halbe Woche vor Baubeginn wurde der letzte Unsicherheitsfaktor aus der Welt geschafft: die Bestätigung kam, dass die Giebel-Fenster rechtzeitig geliefert werden.
Und so ging es ab Montag im rasenden Tempo los. Das Treppenauge in der Decke zwischen OG und DG wurde geschaffen (Tag 1), drei große Dachfenster wurden eingebaut (Tag 2 und 3), die Satellitenschüssel versetzt (Tag 3), drei Giebelfenster eingebaut (Tag 3 und 4) und Öffnungen für die dezentralen Lüftungsgeräte geschaffen (Tag 4). Mehr dazu aber im Bild in der Galerie.
Die Handwerker sind da
Es ist ein Loch in der Decke …
… zwischen OG und DG
Das Treppenauge hat seine volle Größe erreicht.
Und die für eine Treppe etwas hinderlichen Balken sind nun auch raus.
Das im Endeffekt nicht benötigte Gerüst.
Fleißarbeit für den Bauherren – ein Rohr musste noch umgelegt werden, damit die Giebelfenster Platz haben.
Das erste Loch im Dach …
… und es ward Licht.
Fenster Nummer 2
Und Fenster Nummer 3
Pünktlich wurden auch die Giebelfenster geliefert …
… für die hier schon erste Balken weichen mussten.
Die Satellitenschüssel hat einen neuen Platz bekommen.
Nun wird auch die Fassade durchlöchert
LICHT!
Nach Abrücken der Handwerker wanderte das Bauholz geschwind nach oben …
… um Platz zu schaffen für die nächste Baustoff-Lieferung
Abschließend lässt sich sagen: aus dem am Montag noch dunklen Dachboden, der durch zwei Baustrahler erhellt werden musste, ist bis Freitag ein lichtdurchflutetes Dachgeschoss geworden. Nun sind die meisten Baustoffe auch schon geliefert und wir warten gespannt auf die Lieferung des Dämmmaterials, dessen Beschaffung ziemlich kompliziert war. Wir hoffen, dass die Lieferzusage „Mitte September“ gehalten werden kann. Dann kann es richtig losgehen. Weiterhin stehen noch Termine mit dem Putzer zum Einputzen der Fenster, dem Elektriker und dem Treppenbauer an. Zwei von drei Terminen sind aber auch schon gemacht.